Kölner Tor

Seit dem Mittelalter war die Kernstadt Siegen von einer Die mittelalterliche Stadtbefestigung mit Wehrtürmen umgeben. Drei große Tore: Löhrtor (ursprünglich Wetzlarer Tor), Marburger Tor und Kölner Tor, sowie zahlreiche kleinere Pforten ermöglichten den Verkehr. Neben der Kontrolle der Reisenden nutzte die Stadt die Tore als Einnahmequelle und verlangte Sperrgelder. Mit den Einnahmen wurden die Armen der Stadt unterstützt. Nach dem großen Stadtbrand 1695 gab es große bauliche Veränderungen auch im Umfeld der Stadttore. Die Befestigungswerke verfielen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts jedoch zunehmend.

Das Kölner Tor war der westliche Zugang, am Fuße des Siegberges gelegen und damit unterhalb des Unteren Schlosses. Das erstmals 1455 erwähnte Tor erhielt seinen Namen, da der Weg von hier in Richtung Köln führte. Das Tor zerfiel wie die anderen Stadtbefestigungen im Laufe der Jahrhunderte und das Kölner Tor wurde im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts endgültig abgebrochen. Zur 700-Jahrfeier der Stadt Siegen 1924 konstruierte man einen hölzernen Nachbau. Heute erinnern die Bezeichnungen Kölner Straße und Kölner Tor an die ehemalige Befestigung. Im Bereich des ehemaligen Kölner Tores steht seit 1974 die Skulptur eines zwei Meter großen Berliner Bären, ein Geschenk der Partnerstadt Berlin-Spandau an die Stadt Siegen.

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orte/koelner_tor.txt · Zuletzt geändert: 2017/10/19 16:18 (Externe Bearbeitung)