Marburger Tor

Seit dem Mittelalter war die Kernstadt Siegen von einer Die mittelalterliche Stadtbefestigung mit Wehrtürmen umgeben. Drei große Tore: Löhrtor, Marburger Tor und Kölner Tor, sowie zahlreiche kleinere Pforten ermöglichten den Verkehr. Neben der Kontrolle der Reisenden nutzte die Stadt die Tore als Einnahmequelle und verlangte Sperrgelder. Mit den Einnahmen wurden die Armen der Stadt unterstützt. Nach dem großen Stadtbrand 1695 gab es große bauliche Veränderungen auch im Umfeld der Stadttore. Die Befestigungswerke verfielen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts jedoch zunehmend. Das Marburger Tor lag am nordöstlichen Ende der Altstadt auf dem Siegberg. Es wurde 1311 erstmals erwähnt. Seinen Namen erhielt das Tor, weil der Weg von hier Richtung Marburg führte. Im 16. Jahrhundert wurde dem Marburger Tor ein Bollwerk zur Verteidigung der Stadt vorgelagert. Wie die anderen Tore zerfiel auch dieses Tor zunehmend. 1830 wurde das lange Torgewölbe beseitigt, 1852 und 1889 wurden die Reste des eigentlichen Tores und das Bollwerk abgetragen. Heute erinnert die Straßenbezeichnung Marburger Tor an den ehemaligen Standort. Unweit des Marburger Tores befindet sich die Marburger Pforte. Dieser Torturm gehörte als Zugang zur Anlage des Oberen Schlosses.

Meinungen der Nutzerinnen und Nutzer

orte/marburger_tor.txt · Zuletzt geändert: 2017/09/20 12:41 (Externe Bearbeitung)