Löhrtor (ursprünglich Wetzlarer Tor)

Seit dem Mittelalter war die Kernstadt Siegen von einer Die mittelalterliche Stadtbefestigung mit Wehrtürmen umgeben. Drei große Tore: Löhrtor, Marburger Tor und Kölner Tor, sowie zahlreiche kleinere Pforten ermöglichten den Verkehr. Neben der Kontrolle der Reisenden nutzte die Stadt die Tore als Einnahmequelle und verlangte Sperrgelder. Mit den Einnahmen wurden die Armen der Stadt unterstützt. Nach dem großen Stadtbrand 1695 gab es große bauliche Veränderungen auch im Umfeld der Stadttore. Die Befestigungswerke verfielen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts jedoch zunehmend. Das Löhrtor, von dem es in Richtung Wetzlar ging, lag an der südlichen Seite der Altstadt. Benannt wurde die Pforte nach dem nahe dem Fluss Weiß gelegenen Gerbereiviertel. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren Tor und Grundstück bereits privatisiert. Die Mauern wurden ab 1833 abgerissen. Bis 1883 waren die letzten Reste beseitigt, um neuen Wohnhäusern Platz zu machen. Heute erinnert die Straßenbezeichnung Löhrtor an den ehemaligen Standort. Außerdem trägt das benachbarte Gymnasium den Namen des Stadttores.

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orte/loehrtor.txt · Zuletzt geändert: 2017/09/20 12:41 (Externe Bearbeitung)